Luft-/Raumfahrt und Verteidigungsindustrie

Um auch in turbulenten Zeiten wettbewerbsfähig zu bleiben, unterstützen wir unsere Klienten mit einer integrierten, fähigkeitsbasierten und aussagekräftigen Branchenperspektive dabei, langfristige und erfolgreiche Strategien zu entwickeln.

Dabei versetzen wir uns individuell in die jeweilige Ausgangslage des Klienten und bieten passgenaue Beratungsansätze von der strategischen Weiterentwicklung des Geschäftsmodells, über die Implementierung der Digitalisierungsagenda bis hin zur Restrukturierung - gemäß unserem Motto: From Strategy through Execution.

Von der Strategie bis zur Umsetzungsbegleitung – wir unterstützen bei der zukunftsfähigen Gestaltung der Luft-/Raumfahrt und Verteidigungsindustrie

Die derzeitige COVID-19-Pandemie hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Luft-, Raumfahrt und Verteidigungsindustrie und erfordert daher einen differenzierten Ansatz für die strategische Neuausrichtung.

Die zivile Luftfahrt verzeichnete seit dem Ende der Finanzkrise 2009 ein enorm starkes Wachstum. Durch die COVID-19-Pandemie wurde dieser Trend abrupt unterbrochen, da der weltweite Flugverkehr innerhalb kürzester Zeit fast vollständig zum Erliegen gekommen ist. Auch wenn sich die Luftfahrt auch von früheren Krisen immer wieder erholen konnte, so steht sie aktuell vermutlich vor der größten Herausforderung. Viele Fluggesellschaften prognostizieren, dass es mindestens zwei bis drei Jahre dauern kann, bis sich die Nachfrage nach touristischen und geschäftlichen Reisen von der COVID-19-Pandemie erholt und planen vermehrt, ihre Flugzeugflotten in den kommenden Jahren deutlich zu verkleinern.

Bedingt durch geopolitische Verschiebungen und einhergehende neue Sicherheitslagen, befindet sich die Verteidigungsindustrie weiterhin in einem starken Wachstumszyklus. Dieser wurde durch die weltweit steigenden Verteidigungsbudgets für die Beschaffung neuer Waffensysteme ausgelöst und insbesondere die europäische und deutsche Industrie können davon profitieren. Für die Verteidigungs- und Raumfahrtindustrie ist durch die COVID-19-Pandemie zunächst kein massiver Nachfrageeinbruch zu erwarten, da die staatlichen Aufträge weiterhin laufen. Perspektivisch besteht jedoch sowohl die Gefahr einer Budgetreduzierung wie auch der Verzögerung von Vorhaben, ausgelöst durch eine mögliche Umverteilung der Gelder aus den Etats für Raumfahrt und Verteidigung.

Mit Spannung beobachten wir auch die Entwicklung der fünf globalen Megatrends Demografischer Wandel, Urbanisierung, Technologischer Fortschritt, Globale Kräfteverschiebung, sowie Klimawandel und Ressourcenmangel, vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie. Einige davon werden sich die A&D Industrie in ganz besonderem Ausmaß wirken: der Bedarf an (möglichst umweltfreundlicher) Mobilität steigt, die Forderung zur Digitalisierung der Abläufe und Geschäftsmodelle wird beschleunigt und Sicherheit und Verteidigung gewinnen wieder an Bedeutung (auch in neuen Sphären wie dem Cyberraum).

Diesen neuen Herausforderungen sind zu denjenigen hinzugekommen, die bereits vor COVID-19 bestanden: neue Unternehmen aus China und Russland drängen auf den Markt, genauso wie Anbieter, die sich mit völlig neuen Ansätzen aus dem Technologieumfeld des Silicons Valley als ernst zu nehmende Wettbewerber positionieren. Im Vergleich zu anderen Branchen beschäftigt sich die Luft-und Raumfahrtindustrie bereits länger und intensiver mit digitalen Prozessen. Trends und Potenziale neuer datenbasierter Geschäftsmodelle stehen jedoch noch am Anfang und haben in einem stark sicherheitsgeprägten Umfeld einen schweren Stand.

Die Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrien müssen sich den aus diesem Wandel ergebenden Herausforderungen für ihr Geschäft bewusst werden und diese annehmen. Die Luftfahrtindustrie durchläuft derzeit eine beispiellose Krise und es besteht das Risiko, dass einzelne Zulieferer zur Geschäftsaufgabe gezwungen sind. Während die Hersteller notfalls staatlich unterstützt werden und weiterhin einen stabilen Auftragsbestand aufweisen können, müssen einzelne Zulieferer ums Überleben kämpfen. Diese Situation bietet den Flugzeugherstellern nun die Möglichkeit einer vertikalen Reintegration, ähnlich wie man es auch pin der Automobilindustrie in den letzten Jahren beobachten konnte. Die Gründe dafür sind vielseitig: Absicherung der Lieferkette, Ausdehnen der Wertschöpfung, Risikobeherrschung, Innovationskraftsteigerung, Einfluss auf Produktentwicklung, plattformübergreifende Synergien und teilweise auch das Aufbrechen von Monopolen. Mittelfristig lässt sich dadurch auch wieder ein lukrativer und hochprofitabler Wartungsmarkt zurückerobern. Als Gegenreaktion konsolidieren auch große Lieferanten, um Skaleneffekte zu erzielen und den Fluggesellschaften direkt bessere, integrierte Produkte anzubieten.

Wir sind darauf spezialisiert die Unternehmen in der aktuellen Pandemie-Situation zu unterstützen, sehen aber auch noch weitere Trends die es bei eine strategischen Neuausrichtung zusätzlich zu berücksichtigen gilt. Dazu zählen z.B. ein grundsätzlich verändertes Reiseverhalten, der wachsende Fokus auf Nachhaltigkeit und eine Welle an Unternehmenskonsolidierungen, insbesondere im Bereich der Verteidigung.

Unser globales Aerospace & Defence-Team aus über 4.000 Experten unterstützt Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrt sowie aus der Verteidigungsindustrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Unser Portfolio umfasst die Neuausrichtung der Unternehmensstrategie, unseren “Fit for Growth” Ansatz um gestärkt aus der Krise zu kommen, umfassende Restrukturierungsprogramme, die Begleitung komplexer M&A-Prozesse, die Risikobewertung internationaler Supply Chains und Produktionsnetzwerke sowie das Management von Waffensystemprogrammen. Daneben gewinnt auch die Beratung zur Digitalisierung von Produkten ebenso wie von unternehmensinternen Prozessen in unseren A&D-Projekten zunehmend an Bedeutung.

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Dr. Hans-Jörg Kutschera

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Partner, PwC Strategy& (Germany) GmbH

Dr. Jan H. Wille

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