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Presse

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Stimmungsbarometer Automotive 2021

So sehen deutsche Automobilmanager die Zukunft der deutschen Schlüsselindustrie

Optimistischer Blick in die Zukunft trotz großer Herausforderungen

Für die deutsche Automobilindustrie war 2020 ein schwieriges Jahr. Die Zahl der Neuzulassungen von Pkw ist in Deutschland um 19,1 %, die Produktion um fast 25 % zurückgegangen. So stellt auch in diesem Jahr die abkühlende Konjunktur, bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, für mehr als drei Viertel der befragten Automanager die größte Herausforderung dar. Vor allem Zuliefererbetriebe und der Automobilhandel zeigen sich davon betroffen. Auf Herstellerseite sind hingegen der Klimawandel, getrieben durch den öffentlichen Druck und die staatliche Regulatorik, sowie der Wettbewerbsdruck aus den USA oder China die beherrschenden Themen in diesem Jahr.

Dennoch geben sich die befragten Führungskräfte optimistisch: Sie erwarten sowohl bei den Pkw-Neuzulassungen als auch bei der Pkw-Produktion in diesem Jahr einen deutlichen Zuwachs. Dieser Trend wird sich nach Meinung der Manager der Automobilindustrie auch in den kommenden fünf Jahren fortsetzen. Zuliefererbetriebe blicken etwas besorgter in die Zukunft: So befürchten 37 % zumindest noch für dieses Jahr eine stagnierende oder sogar weiter rückläufige Entwicklung der Pkw-Produktion.

Vor allem bei reinen Elektrofahrzeugen (BEV) stehen die Zeichen auf Wachstum. Jeder zweite Automobilmanager prognostiziert bis 2025 einen Marktanteil für neuzugelassene BEVs von mindestens 30 % in Deutschland.

Chancen und Herausforderungen für die deutsche Automobilindustrie

  • Lieferengpässe bei der Chipherstellung und die damit verbundene Abhängigkeit der deutschen Automobilindustrie lassen Diskussionen zum Aufbau von Know-how und Produktionskapazitäten für eine eigene Chipherstellung aufkommen
  • Durch die Weiterentwicklung der Brennstoffzellentechnologie werden vor allem höhere Marktpotentiale im Lkw-Bereich erwartet. Für mehr als jeden dritten Manager bleibt die Kosteneffizienz dieser Technologie der Knackpunkt
  • Vier von zehn Managern erwarten, dass Verbraucher individuelle Mobilität gegenüber dem ÖPNV auch über Covid-19 hinaus bevorzugen. Uneinigkeit herrscht jedoch darüber, in welche Richtung sich das Kaufverhalten und die Zahlungsbereitschaft für individuelle Mobilität verändern werden
  • Sieben von zehn Automobilmanagern bescheinigen der Expansion chinesischer Automobilmarken in Europa große Erfolgsaussichten
  • Knapp jeder dritte Manager schätzt die extrem steigende Kapitalmarktbewertung von Herstellern reiner Elektrofahrzeuge im Gegensatz zu der von traditionellen Automobilherstellern als eine Gefahr für die deutsche Automobilindustrie ein – gleichzeitig sieht mehr als die Hälfte der Führungskräfte darin auch einen Wettbewerbstreiber

Das sind die größten Transformationsfelder aus Sicht der Branche

1

Während der Handel vor allem im Bereich der Digitalisierung den größten Anpassungsbedarf sieht, sind es für die Hersteller die Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte und Geschäftsmodelle. Zuliefererbetriebe sehen den größten Transformationsdruck bei Innovationen in der Antriebstechnologie

2

Rund zwei Drittel der Unternehmen fühlen sich auf die notwendigen Veränderungen gut vorbereitet. Knapp jedes dritte Unternehmen sieht jedoch noch Nachholbedarf, vor allem Zuliefererbetriebe


3

Die befragten Unternehmen planen ihre Investitionen in allen vier CASE-Dimensionen - Connectivity, autonomes Fahren, Smart Mobility und Elektrifizierung - zu steigern, am häufigsten im Bereich Elektromobilität

4

Im Vorjahresvergleich steigt der Anteil derer, die mehr Frauen in den Führungsetagen als Chance sehen. Dennoch sieht jede dritte Führungskraft darin weiterhin ein Hemmnis für die strategische Ausrichtung


Über die Studie

Hintergrund

Der Berichtsband stellt die Ergebnisse einer B2B-Onlinebefragung zum Thema „Stimmungsbarometer Automotive“ dar, die im Auftrag von PwC Strategy& durchgeführt wurde.

Untersuchungsansatz

  • Zielgruppe: Manager:innen der Automobilbranche (Hersteller, Zulieferer, Handel) in Unternehmen mit weniger als 50 Mio. Euro Jahresumsatz bis hin zu Unternehmen mit mehr als 1 Mrd. Euro Jahresumsatz in Deutschland
  • Stichprobengröße: N = 201
  • Erhebungszeitraum: März/April 2021
  • Durchführendes Marktforschungsinstitut: dynata

Kontaktieren Sie uns

Jörg Krings

Jörg Krings

Partner, Strategy& Deutschland

Felix Kuhnert

Felix Kuhnert

Partner, PwC Deutschland

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